Kambodscha - „Oh Mann, ich muss aufpassen dass ich nicht in meine Fahrradtasche tropfe“, stöhnte ich, während ich das Essgeschirr verstaute. – „Ja, ich tropfe auch... auf meine Schlafmatte... auf die Decke... diese Schwitzerei ist echt nervig“, antwortete Michael während er seine Matte zusammenrollte. Der Beginn der Regenzeit war deutlich zu spüren. Es war nicht nur heiß, sondern auch sehr feucht – die beiden Gründe, warum wir so viel schwitzten. Schon morgens schälten wir uns meist schweißgebadet aus dem Zelt, denn sobald es gegen sechs Uhr hell ist, wird es heiß. Beim Zusammenpacken dann schwitzten wir unsere Kleidung komplett nass. Bevor wir losfuhren zogen wir uns etwas Frisches an, dann beginnen die wenigen Minuten des Tages, an denen wir trocken sind. Doch es währt nicht lange, sobald wir in die Pedale treten wird alles – Sie ahnen es schon – nach allen Regeln der Kunst vollgeschwitzt. Mittlerweile schafften wir das unter einer halben Stunde. Noch vor der ersten Pause waren wir wieder richtig nass, der Schweiß rann uns in Bächen die Stirn herunter und brannte in den Augen, er sammelte sich auf der Nase und tropfte von dort hinab, er färbte unsere Shirts um ein paar Töne dunkler, er sorgte dafür, dass unsere Haut immer feucht ist und bleibt. Der Schweiß war unser ständiger Begleiter.

Ein Großteil unseres Tagesgeschäftes bestand momentan darin, Kleidung zu trocknen, trockene Kleidung und das Bett rechtzeitig zu verstauen, bevor es wieder regnet, nasse Kleidung auswinden... um sie schließlich wieder zum Trocknen aufzuhängen. Im diesem Klima ist es sehr wichtig, alle Textilien möglichst trocken zu halten, sonst würden sie einfach langsam verfaulen. Wir durften abends nichts draußen vergessen, was nicht nass werden darf. Unsere durchgeschwitzten Kleider vom Tag können wir nachts im Hundeanhänger aufhängen, wo sie nicht unbedingt gut trocknen, doch jedenfalls werden sie im Falle eines Regengusses nicht noch nasser. Sobald sich die Sonne zeigt, versuchen wir alles, was noch feucht ist, auszubreiten. Nur in der prallen Sonne haben unsere Textilien eine Chance, trocken zu werden.


Dennoch schafften wir es immer irgendwie, morgens ein trockenes und meist auch sauberes T-Shirt parat zu haben. Der Geheimtipp: Merino-Wolle. Wer einmal reingeschlüpft ist weiß, wie sich wahrer Tragekomfort anfühlt. Wer sie einmal für eine kurze Zeit in die Sonne gehängt hat, weiß, wie schnell sie trocknen. Wer einmal am Morgen nach einem schweisstreibenden Tag die Nase reingehalten hat, weiß, dass auch ein benutztes Shirt gut riechen kann. Doch Merino-Wolle hat auch einen entscheidenden Nachteil: Sie ist ziemlich empfindlich.

Das Gewebe meines allerersten Shirts ist mittlerweile so dünn und durchsichtig geworden, dass ich es unter Menschen nicht mehr tragen kann – meine Unterwäsche leuchtet durch. An den Ärmeln und am Rücken entstanden kleine Löcher direkt im Stoff. Trotzdem liebte ich das schöne Material und glücklicherweise fand sich ein Sponsor, der für Nachschub sorgte.

Die Firma Icebreaker hatte in der Zwischenzeit die Serie 'Tec T-Lite' entwickelt. Dafür verwendet sie nur das Beste: 100% Merinowolle in der leichtesten Qualität (150 g/m²). Ich trage mein Icebreaker Damenshirt 'Tec T-Lite' seit über zwei Monaten auf unserer Radreise – und zwar sehr häufig. Es wird komplett durchgeschwitzt, manchmal einige Zeit feucht gelagert, dann in der prallen Sonne getrocknet. Das Waschen ist dagegen schonender: Ausschließlich Handwäsche in Fluss- See- oder Regenwasser.

Wir haben gleichzeitig andere neue Merino-T-Shirts bekommen und unter gleichen Bedingungen getestet. Es zeigen sich allerdings schon wieder die ersten kleinen Löcher im Gewebe – allerdings NICHT bei dem Icebreaker Damenshirt 'Tec-T-Lite'. Kompliment an die Firma Icebreaker, man hat dort offensichtlich dazugelernt!

Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Shirt und hoffe, dass ich noch lange Freude daran haben werde.