Immer im Zelt bedeutet: Kein Stuhl, kein Sessel, keine Couch. Keine Möglichkeit, um den geplagten Radler-Rücken irgendwo anzulehnen. Nachdem wir ein paar Monate noch nicht so genau wussten, was wir entbehrten, trafen wir ein Pärchen Reiseradler, die für ihre Therm-A-Rest Matten 'Trekker-Chair'-Überzüge hatten. So kann man einen Sitz mit Lehne daraus machen. Wir durften probesitzen – und träumten fortan sehnsüchtig davon, auch so etwas wundervolles zu besitzen.

Dann war es soweit: Meine Mutter besuchte uns in Thailand - in ihren Koffern waren viele Ersatzteile für uns, unter anderem zwei nagelneue Therm-A-Rest Trekker Lounges! Vielen Dank an unseren Sponsor, den Outdoor-Shop Unterwegs.biz.

Die Trekker Lounge ist im Wesentlichen ein Überzug für die Matte. Sie wiegt 652 Gramm. Mittels einer Gurt- und Stangenkonstruktion lässt sich daraus mit ein paar Handgriffen ein bequemer Sitz basteln:

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    4 Fieberglasstäbe in die seitlichen Hülsen schieben

  • Fußteil einklappen und mit zwei Schnall-Riemen fixieren (optional)

  • Kopfteil einklappen und mit zwei Schnapp-Riemen fixieren

  • reinsetzen und entspannen!

 

Der Einschub der Fiberglas Stangen will geübt sein, doch nach einigem Training schaffen wir es, alle Handgriffe in 1-2 Minuten auszuführen. Selbstverständlich mit bereits aufgeblasener Matte. Die Seitenriemen sind verstellbar, sie ermöglichen das verändern des Neigungswinkels der Lehne: Von „aufrecht-sitzen“ bis „lässig drinhängen“ ist alles dabei.

Um die Matte wieder einzurollen, müssen natürlich die Stäbe entfernt und die Gurte gelöst werden, das dauert etwa genau so lang. Das Einrollen selbst geht dafür zügiger, da wir die Matte nicht mehr längs falten. An der Trekker-Lounge sind weitere Gurte, um die eingerollte Matte zu fixieren – eine Schutzhülle ist nicht mehr nötig!

Weiteres Plus: Einmal übergezogen braucht der Bezug (außer zum Waschen) nicht mehr abgenommen werden. Er bedeckt und schützt die gesamte Isomatte. An der Unterseite ist das Material robust und etwas rau, oben weicher, und im Kopf-Schulter-Bereich sogar aus kuscheligem Fleece (100% Polyester). Es gibt einen Einschub, um z.B. Kleidung unter das Fleece zu stopfen – fertig ist das Kopfkissen. Viel besser als unsere bisherigen Baumwoll-Überzüge!

Hier ein Video vom Auf- und Abbau des Sitzes:


Fazit: Auch wenn der Überzug unsere Matten etwas größer und schwerer macht, haben wir uns so an den Sitz gewöhnt, dass wir ihn keinesfalls missen möchten. Wir stellen ihn fast jeden Abend auf – ausgenommen sind solche Tage, an denen wir nur noch tot umfallen möchten. Dafür fällt dann meist der nächste Morgen entspannter aus – und der Kaffee schmeckt in entspannter Haltung im Sessel wesentlich besser.

 

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